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Stablecoin Zahlung am POS für Avolta

Schweiz

Avolta pilotiert eine Initiative, um Stablecoins direkt an der Kasse des Duty-Free-Stores auf Level 2 am Flughafen Zürich zu akzeptieren. An diesem Standort zahlt der Kunde in USDC aus seinem eigenen Wallet, und die Zahlung ist innerhalb von Sekunden abgeschlossen. Neu ist dabei nicht nur, dass ein großer Retailer Stablecoins akzeptiert, sondern dass Avolta den gesamten Zahlungsweg unter Kontrolle hat, ohne Intermediäre.

DevelopX hat die Architektur entworfen und die Zahlungsapplikation gebaut. Von der Machbarkeitsstudie, über technischen Proof of Concept bis zum live Pilot am Flughafen Zürich.

5 → 2 Parteien im Zahlungsweg

Die Chance

Avolta akzeptiert in seinen Märkten eine breite Palette von Zahlungsmethoden und prüft laufend neue. Stablecoins kamen als Kandidat wie jeder andere auf, und die erste Frage war nicht, was sie kosten, sondern was sie tatsächlich sind und ob sie etwas grundlegend Neues bieten können.

Bei genauer Betrachtung läuft nahezu jede Stablecoin-Zahlung am Markt über einen Service Provider, der in Fiat-Geld umwandelte, bevor der Händler die Zahlung überhaupt sieht. Im Kern also eher eine bestehende Zahlungsmethode und kein grundlegend neuer Weg, Geld zu übertragen. Avolta wollte wissen, ob eine andere Variante möglich ist: eine Zahlung, die sich wie Bargeld verhält, direkt vom Kunden an den Händler geht, am POS, in einem regulierten Markt.

Unsere Lösung

Avolta wollte Stablecoins als Zahlungsform erschließen, ohne von Dritten abhängig zu sein Das Projekt begann mit einer Entscheidung darüber, wie die Zahlung erfolgen soll. Alles Weitere folgte daraus: wie sie funktioniert, wie sie in einem laufenden Store betrieben wird und wo sie im Beta-Betrieb getestet werden kann.

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Digitales Bargeld, Peer-to-Peer

Der Ausgangspunkt definierte das Projekt: Die Zahlung soll sich wie Bargeld verhalten. Exakt, final bei der Übergabe, ohne dass jemand das Geld dazwischen hält. Der Kunde sendet USDC aus seiner eigenen Wallet an eine einmalig verwendete Adresse, und das Geld wird an Wallets gesandt, die Avolta gehören. Kein Processor, kein Kartennetzwerk, kein Custodian im Zahlungsweg. Fünf beteiligte Parteien werden zu zwei.

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Wo das Modell funktioniert

Eine Zahlung, die direkt zwischen zwei Parteien erfolgt, wird weltweit unterschiedlich behandelt – damit wurde die Wahl des Marktes für den Piloten zu einer Design-Frage. Wir haben regulatorische Umfelder daraufhin geprüft, wo die direkte Zahlung von Kunde an Händler klar anerkannt ist, und die Schweiz, die diese Anforderung erfüllt, wurde als Land für die Durchführung des Piloten gewählt. Der Duty-Free-Store am Flughafen Zürich wurde gewählt, weil er hohe Volumina und ein internationales Publikum hat, mit Kunden, die ohnehin in einer Währung zahlen, die nicht ihre eigene ist.

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Ein kleines Gerät, ein schlankes System

Das Prinzip war, den Footprint für den Piloten auf beiden Seiten klein zu halten. An der Kasse ein kompaktes Gerät, das ohne große Schulung bedienbar ist und den Checkout nicht verlängert. Im Backend ein Sidecar neben dem Kassensystem, das Kernsystem der Kasse blieb unverändert. Das Compliance-Screening läuft in diesem Flow vor Annahme einer Zahlung.

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Keine Abhängigkeit auf der Akzeptanzebene

Die empfangenden Wallets hätte man über einen Service Provider bereitstellen können, doch das hätte einen Anbieter zurück in den Zahlungsprozess gebracht, genau das, was die erste Entscheidung ausschloss. Also haben wir diese Ebene selbst gebaut. Die Wallets sind non-custodial werden nur einmalig genutzt. Die Architektur ist auf jede EVM-kompatible Chain und jeden ERC-20-Token ausgelegt; im Piloten läuft USDC auf Base.

Der Zahlungsvorgan wird durch Avolta kontrolliert.

DevelopX hat drei Komponenten gebaut und in Produktion gebracht: einen Payment-Sidecar, welches neben dem bestehenden Kassensystem läuft, eine Terminal-App auf einem eigenständigen Android-Gerät und ein On-Chain-Relay für Smart-Contract-Wallets für die Einmalnutzung. Lediglich das Transaktions-Screening und die anschließende Umwandlung in Fiat-Geld liegen bei externen Anbietern – beide sind austauschbar.

Wirkung unserer Arbeit

Zahlungen erreichten das Bankkonto in weniger als
5 minuten
Kosten für die Annahme einer Zahlung, unabhängig von der Warenkorbgröße, weniger als
10 cents
Tester, die das Zahlungserlebnis als mindestens gleichwertig zu Karte oder Bargeld bewerten
90%
Änderungen am Kern des Avolta-Kassensystems
-0

Hintergrund zum Kunden

Avolta ist der führende globale Anbieter im Travel Retail und Food & Beverages Geschäft. Mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, betreibt das Unternehmen mehr als 5.000 Duty-Free-, Convenience- und Gastronomie-Geschäfte in über 70 Ländern – an Flughäfen, Bahnhöfen und entlang von Autobahnen – und bedient jährlich mehr als 2,5 Milliarden Reisende.

Smartphone screen showing the Avolta payment app on step 3 of 4 (Payment), displaying a QR code with instructions to send 16.80 USDC to a wallet address on the Ethereum Base (L2) network, with a countdown timer and an abort button. Smartphone screen showing the Avolta payment app on step 3 of 4 (Payment), displaying a QR code with instructions to send 16.80 USDC to a wallet address on the Ethereum Base (L2) network, with a countdown timer and an abort button. Smartphone screen showing the Avolta payment app on step 3 of 4 (Payment), displaying a QR code with instructions to send 16.80 USDC to a wallet address on the Ethereum Base (L2) network, with a countdown timer and an abort button.