Industrie

Künstliche Intelligenz

Treiber der Digitalisierungsstrategie

In unserer dynamisch-digitalen Landschaft ist künstliche Intelligenz (KI) von einem visionären Gedanken zu einem integralen Bestandteil technologischer Systeme geworden. Durch maschinelles Lernen sind KI-Technologien in den letzten Jahren erheblich gewachsen und heute in vielen digitalen Lösungen, bspw. Trendanalysen oder Search Engines, ein wesentlicher Bestandteil.

Die Synergie aus fortschrittlichen Rechenkapazitäten und der kontinuierlichen Zunahme verfügbarer Daten hat die KI-Forschung exponentiell beschleunigt. Mit der Einführung von Large Language Modellen (LLM), wie OpenAI’s ChatGPT Ende 2022, wurde ein signifikanter Meilenstein in der KI-Entwicklung gesetzt.

Für alle Unternehmen verändert sich mit KI die Art und Weise, wie Daten verarbeitet und neue Daten generiert werden. Im Unternehmenskontext beeinflusst das drei Hauptbereiche:

  • Knowledge & Insights: KI analysiert große Datenmengen aus einer Vielzahl an Quellen und fasst sie zu fundierten Erkenntnissen zusammen. Damit bietet KI einen einfachen Zugang zu einem breiten Wissensspektrum.
  • Produktivität: KI rationalisiert wiederkehrende Aufgaben und vereinfacht umfangreiche operative Arbeitsabläufe. Damit fördert KI Effizienz und ermöglicht, Ressourcen auf komplexe Aufgaben zu konzentrieren.
  • Kreativität: KI generiert neue Ideen und Inhalte autonom auf Basis gegebener Informationen. Damit erweitert KI menschliche Fähigkeiten zur Kreativität.

Für Unternehmen lautet die Frage: Wie können sie die Chancen von KI in diesen Bereichen nutzen?

500 Mrd€

Das wirtschaftliche Potenzial, welches durch KI in Deutschland bis 2028 generiert werden kann, wird auf bis zu 500 Milliarden Euro geschätzt

70%

Im Zuge der internationalen KI-Entwicklung befürchten 70% des deutschen Mittelstandes, den Anschluss zu verlieren

50%

Über 50% der deutschen Unternehmen sehen einen fehlende personelle Ressourcen, Datenverfügbarkeit und Know-How als primäre Hindernisse den Einsatz von KI

Herausforderungen

Die Integration von KI bietet Unternehmen vielversprechende Potentiale, um Wissen und Erkenntnisse zu vertiefen, die Produktivität zu steigern und Kreativität zu fördern. Doch die Integration ist häufig nicht-trivial und erfordert eine Auseinandersetzung mit technischen und organisatorischen Hürden bis hin zu rechtlichen und ethischen Fragestellungen:

Weiterbildung und Schulung von Mitarbeitenden

Der Einsatz von KI verändert die Arbeitsweise von Mitarbeitenden grundlegend. Viele stehen vor der Herausforderung, sich das erste Mal mit KI vertraut zu machen. Daher ist es wichtig, Mitarbeitenden nicht nur funktionales und technisches Wissen zu vermitteln, sondern aktiv Change Management zu betreiben, um Ängste und Unsicherheiten gezielt zu adressieren. Das bedeutet, Mitarbeitende über die Möglichkeiten und Grenzen der genutzten KI-Lösungen in Schulungen aufzuklären und ihnen erste praktische Erfahrungen zu ermöglichen.

Technologische Integration

Die Einführung von KI kann eine Weiterentwicklung der bestehenden IT-Struktur erfordern. Es ist nicht nur wichtig, die passende KI-Lösung zu finden, sondern auch sicherzustellen, dass sie nahtlos in die bestehende IT-Umgebung integriert werden kann. In diesem Zusammenhang müssen Entscheidungen zur Auswahl von Grundlagen-Modellen getroffen werden und abgewägt werden, ob man sich für proprietäre Modelle oder Open Source Lösungen entscheidet. Dies kann wiederum Einfluss auf die bestehenden IT-Infrastruktur haben.

Datenmanagement

Die Leistungsfähigkeit von KI-Systemen hängt maßgeblich von der Qualität und Menge der Daten ab, die ihnen zur Verfügung stehen. Ein robustes Bereitstellungsmodell für Daten, das Datenschutz und technische Anforderungen berücksichtigt, ist daher von zentraler Bedeutung. Insbesondere für qualitative Daten ist eine lückenlose und strukturierte Ablage aller proprietären Informationen häufig noch nicht vorhanden.

Interpretierbarkeit

KI-Lösungen sind oft wie eine Blackbox und ihre Entscheidungsprozesse daher nicht vollständig nachvollziehbar. Dazu können LLMs halluzinieren und Inhalte und Zusammenhänge “träumen”. Um Vertrauen in die Nutzung von KI zu schaffen, müssen Unternehmen in KI-Lösungen investieren, die transparent und nachvollziehbar sind. Gleichzeitig benötigen Mitarbeitende klare Leitlinien für Interpretation und Überprüfung von Ergebnissen.

Rechtliche und ethische Aspekte

Die Integration von KI bringt rechtliche und ethische Fragen mit sich. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre KI-Lösungen regulatorische Anforderungen erfüllen und ethische Standards wahren. Regelmäßige Compliance-Prüfungen müssen auf die veränderten Risiken angepasst werden, um diese zu erkennen und zu adressieren.

Wirtschaftliche Bewertung

Die Entscheidung für KI ist nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Anfangsinvestitionen können signifikant sein. Daher ist es wichtig, den erwarteten Return on Investment (ROI) sorgfältig zu bewerten. Durch die Tatsache, dass wir gerade erst am Anfang der KI-Revolution stehen und viele Use Cases noch unklar sind, muss hier vermehrt mit Annahmen gearbeitet werden.

Chancen durch künstliche Intelligenz

KI entwickelt sich zu einem entscheidenden Faktor im Unternehmenskontext, der Arbeitsprozesse, Innovationen und Kundeninteraktionen grundlegend verändert. KI-Technologien eröffnen vielfältige Chancen, bestehende Abläufe zu optimieren und gleichzeitig neue, innovative Wege in Produktdesign und Dienstleistung zu beschreiten.

Zugang zu Fachwissen

KI ermöglicht Unternehmen, umfangreiche Datenmengen aus verschiedenen Quellen effizient zu analysieren und zu verknüpfen. Dabei werden nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Informationen berücksichtigt. Dies ermöglicht einen direkten und interaktiven Zugang zu einem breiten Wissensspektrum, das Mitarbeitern zum Beispiel über Chatbots zur Verfügung gestellt werden kann.

Automatisierung von Office-Tätigkeiten

Durch den Einsatz von KI können klassische administrative Tätigkeiten in Unternehmen, die bisher manuell durchgeführt wurden, automatisiert werden. Dies betrifft insbesondere Tätigkeiten, in denen Daten erfasst, kategorisiert und verarbeitet werden müssen. KI kann dabei nicht nur einfache, sondern auch komplexe Aufgaben übernehmen, die menschenähnliche Interpretation, Entscheidungsfindung und Interaktion erfordern, wie z.B. das Aufnehmen und Prüfen von Versicherungsansprüchen.

Erweiterung digitaler Kundenschnittstellen

KI kann Kundenschnittstellen nicht nur automatisieren, sondern auch intelligenter gestalten. Anders als bisherige Chatbots, ist bspw. heutige konversationelle KI in der Lage, selbst komplexe Kundenanfragen zu verstehen oder auf Emotionen zu reagieren. Sie können zudem eigenständig Folgeprozesse wie das Versenden von Angeboten oder das Aktualisieren von Kundendaten initiieren, ohne dass ein Eingreifen von Mitarbeitern im Kundenservice erforderlich wird.

Innovative KI-gesteuerte Produkte und Dienstleistungen

Durch Integration von KI in Produkten und Dienstleistungen eröffnen sich Unternehmen neue Möglichkeiten in der Produktgestaltung. So werden einerseits Kernfunktionalitäten von Produkten erweitert oder neue Produkte entwickelt, wie z.B. Sicherheitssysteme in Smart Home Anwendungen, die Bewegungen in Echtzeit erkennen und nach ihrem Risiko analysieren.

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Partner

Chris Heeg

Kontakt aufnehmen Über Chris

Bevor Chris 2021 zu DevelopX kam, hatte er bereits unternehmerische Erfahrungen als Gründer eines Start-ups im Bereich mobile Fitness gesammelt und arbeitete als Commercial Lead bei einer etablierten Software Engineering Boutique. Dort begleitete er die Umsetzung und Weiterentwicklung komplexer, digitaler Produkte. Davor verbrachte Chris den Großteil seiner beruflichen Laufbahn in der Unternehmensberatung und unterstützte Kunden bei umfangreichen Transformations- und Restrukturierungsprogrammen.

Chris hat technische Physik an der TU München studiert. Als Partner bei DevelopX realisiert er industrieübergreifend umfangreiche Softwareentwicklungsprojekte und berät als Experte zum Einsatz neuer Technologien wie web3 oder AI. Chris hat eine Leidenschaft für Dezentralisierung und digitale Kunst.